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Fahrradanhänger

Abmessungen und Gewichte

Die Abmessungen von Fahrzeugen und Fahrzeugkombinationen sind in § 32 StVZO festgelegt. Fahrradanhänger sind nicht gesondert aufgeführt. Wegen der Ähnlichkeit des Fahrrades zum Kraftrad kann man die Bestimmungen zum Kraftrad heranziehen.

Fahrradanhänger PDF
Merkblatt §67 StVZO PDF

Gemäß §32 Abs.1 Nr.3 StVZO beträgt die höchstzulässige Breite von Anhängern hinter Krafträdern 1m. Zur Länge bestehen keine speziellen Vorschriften.

Das Merkblatt empfiehlt ebenfalls eine Breite von 1m, eine Länge von 2m (4m bei Spezialanhängern zum Transport von Sportgeräten) und eine Höhe von 1,4m.

Die in §34 StVZO genannten Achslasten und Gesamtgewichte dürfen bei den Fahrradanhängern keine Rolle spielen.

Das Merkblatt gibt eine zulässige Gesamtmasse (Gewicht des Fahrradanhängers und des/der transportierten Lasten) von 40kg für ungebremsten Anhänger bzw. 80kg für gebremsten Anhänger an.

Beleuchtung von Fahrradanhängern

Die lichttechnischen Einrichtungen für Fahrräder sind in §67 StVZO festgelegt. Für Fahrradanhänger gibt es keine gesonderten gesetzlichen Vorgaben. Man hat sich bisher ebenfalls an der Ausrüstungsvorschrift gem. §67 StVZO orientiert.

Bremsen von Fahrradanhängern

§65 Abs.1 Satz 2 StVZO (Bremsen) nennt ausdrücklich nur Fahrräder, die mit zwei voneinander unabhängigen Bremsen ausgerüstet sein müssen. An Fahrradanhängern sind bisher keine Bremsen vorgeschrieben. Das Merkblatt hält einen Fahrradanhänger ohne eigene Bremse jedoch nur für geeignet, wenn seine Gesamtmasse (Gewicht des Anhängers zzgl. Gewicht des transportierten Kindes oder der transportierten Güter) 40kg nicht übersteigt. Für gebremste Fahrradanhänger wird von einer zulässigen Gesamtmasse bis 80kg ausgegangen. Verfügt der Fahrradanhänger über eine eigene Bremsanlage, so ist gem. Merkblatt eine Verzögerung (mittlere Vollverzögerung) des beladenen Anhängers von 3 m/s² zu erreichen.

Anhängekupplung

Über die Anhängerkupplung findet sich bisher keine spezielle Regelung in der StVZO. Nach der Generalvorschrift des §30 StVZO wird eine verkehrssichere Verbindungseinrichtung zwischen Anhänger und Fahrrad gefordert. Früher wurden Anhänger meist über ein Rohr oder eine Hochdeichsel an der Sattelstütze des Fahrrades befestigt. Diese ist jedoch nicht für diese Zugbelastung und Kippmomente ausgelegt. Stand der Technik ist die seitlich angebrachte Tiefdeichsel, die im Dreieck zwischen linker Sattel- und Kettenstrebe fest am Ausfallende verschraubt wird oder direkt auf der Hinterachse sitzt. Elastomere oder Gelenke sorgen für Beweglichkeit beim Rangieren. Fällt das Rad einmal um, wird der Anhänger nicht mitgerissen.

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