Fahrradhelme

Richtige Trageweise

Ein Helm kann Unfälle nicht vermeiden, aber das Risiko schwerer oder tödlich verlaufender Kopfverletzungen erheblich minimieren.

Allerdings nur, wenn der Helm passt und die Gurte korrekt eingestellt sind. Bedauerlicherweise sind die meisten Helme überhaupt nicht in der Lage, ihre Schutzwirkung zu entfalten, da sie zum einen nach hinten geschoben wie ein Faschingshütchen getragen werden, zum anderen eine falsche Gurtführung den Helm im Ernstfall wegrutschen lässt.


Richtig: Der obere Stirnbereich, Schädeldecke und Hinterkopf werden vom Helm bedeckt.



Falsch: Der Helm sitzt zu weit hinten, mit Schwerpunkt auf dem Hinterkopf. Er bietet Stirn und Schläfen bei einem Frontaufprall keinen Schutz.



Falsch: Ein so getragener Helm behindert nicht nur das Gesichtsfeld (Sinneswahrnehmung), sondern entblößt auch den empfindlichen Hinterkopfbereich.

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Helmaufbau - Wie sollte ein Fahrradhelm beschaffen sein?


Belüftungsöffnungen erhöhen den Komfort. Er sollte fest sitzen, aber trotzdem bequem sein. Helle Farben erhöhen die Sichtbarkeit. Gute Helme sind nicht zu schwer (max. 500 g). Kinderhelme sollten attraktiv sein! Dies erhöht die Akzeptanz. Eine Kunststoffummantelung erhöht die Haltbarkeit und die Sicherheit (Gleitwirkung bei Sturz). Der Verschluss sollte leichtgängig sein und gut zu bedienen sein. Auf gut handhabbare Verstellmöglichkeit achten. Tragen Sie nur sicherheitsgeprüfte Helme (Prüfsiegel) und denken Sie daran, dass Fahrradhelme nicht für motorisierte Zweiräder geeignet sind.

Bekomme ich im Sommer nicht einen Hitzschlag unter dem Helm?
Auch in diesem Bereich haben die Helmproduzenten ihre Hausaufgaben gemacht. Man möchte fast behaupten, dass man heutzutage im Sommer mit Helm mit einem kühleren Kopf fährt, als ohne Helm. Zum einen knallt die Sonne nicht so ungehindert auf den Kopf und da im Sommer sowieso jeder Schweiß absondert, entsteht unter einem gut durchlüfteten Helm durch die Verdunstungskühle ein angenehmes Klima. In den letzten Jahren wurde auch im Bereich der Innenpolsterung viel geforscht und entwickelt, so dass bei den Markenhelmen angenehme und schweißaufsaugende Materialien zur Verfügung stehen.

Kann ich den Radfahrerhelm beim Skaten oder Reiten tragen? Radfahrerhelme und Skater-Helme werden nach der Prüfnorm EN1078 (CE) geprüft. Somit kann ein Inline-Skater durchaus einen gut belüfteten Radfahrerhelm tragen. Für Skateboarder und diejenigen, die in die Halfpipe gehen, Stunts machen oder Streethockey spielen empfiehlt sich dann aber der typische Skater-Helm. Auch beim Reiten genügt der Radhelm nicht den Ansprüchen, da durch eine viel größere Fallhöhe von einem Helm andere Dämpfungseigenschaften erwartet werden. Zudem sind Reiter im Wald oft durch tief hängende Äste gefährdet, die sich auch in die großen Belüftungsöffnungen eines Radfahrerhelmes hineinbohren könnten. Für Reiter-Helme gibt es deswegen auch eine eigene Prüfnorm.


Stinkender Fahrradhelm als Warnsignal (07/2010)

Übelriechende Duftstoffe könnten Radfahrer in Zukunft darauf hinweisen, dass der Fahrradhelm ausgetauscht werden muss. Diese ziemlich drastisch, aber durchaus wirkungsvoll klingende Methode wurde vom Fraunhofer Institut in Freiburg entwickelt.

Die Idee ist simpel: Fällt ein Fahrradhelm auf den Boden, entstehen feine Risse. Die Beschädigung ist mit bloßem Auge allerdings meist nicht zu erkennen und die Radler wissen nicht, ob der Helm noch die volle Schutzfunktion bietet. Aus diesem Grund haben die Wissenschaftler eine Klebefolie für Helme entwickelt, in die winzige Duftkapseln eingearbeitet sind. Erleidet der Fahrradhelm beim Sturz als eine Erschütterung, die den Kunststoffdämpfer beschädigt, zerbrechen die Duftkapseln und verströmen ihre Signale.

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