Home Navigationspfeil Die Oberpfalz

Die Oberpfalz - Upper Palatinate im Überblick

Kurzinfos

Woher Sie auch kommen - kein Weg führt an der Oberpfalz-Upper Palatinate vorbei und alle Wege in den Osten führen über die Oberpfalz. Zentral gelegen im neuen vereinten Europa ist die Oberpfalz die Drehscheibe in den Osten. Auf dem Weg von Paris nach Prag oder anders gesagt: mitten in Europa.

Und das weiß man in Paris schon seit 1813. Kein Wunder also, dass Napoleon auf seinem Weg quer durch Europa auch in die Oberpfalz kam und die Mitte des Kontinents im Jahr 1813 auf dem Tillenberg im Landkreis Tirschenreuth bestimmte. Seitdem beherbergt die Oberpfalz diesen markanten Punkt, der mit der Grenzöffnung und der EU-Erweiterung eine denkwürdige Bedeutung erlangte. Die Oberpfalz liegt wieder in alter Mittellage - und das im neuen Europa.

Wo liegt die Oberpfalz eigentlich?

Die Oberpfalz wird häufig mit der Pfalz (Rheinland-Pfalz) verwechselt.

Viele halten die Region fälschlicherweise für ein Weinanbaugebiet. Mit Wein jedoch hat die Oberpfalz wenig am Hut, ihr Boden gab anderes her. Wegen der früheren Kohle- und Eisenerzvorkommen wird die Region gerne als "Ruhrgebiet des Mittelalters" bezeichnet. Doch das war einmal. Bergbau und Stahlindustrie liegen in den letzten Zügen, wie das Ruhrgebiet vollzieht auch die Oberpfalz einen tief greifenden Strukturwandel hin zu einer vom Dienstleistungssektor dominierten Wirtschaft.

  1. Die Lage der Oberpfalz in der Bundesrepublik Deutschland
  2. Die Lage der Oberpfalz in Bayern
  3. Sieben Landkreise und drei kreisfreie Städte
nach oben

Das Wappen der Oberpfalz

Das Wappen des Bezirks Oberpfalz Das Wappen des Bezirks Oberpfalz, dem das Siegel der oberpfälzischen Landstände aus dem 16.Jahrhundert zugrunde liegt, hält an der Jahrhunderte zurückreichende geschichtlichen Tradition des aus dem kurpfälzischen Territorium in Bayern erwachsen kurbayerischen Fürstentums der Oberen Pfalz fest. Es verbindet damit den Hinweis auf die 1810 erfolgte Einverleibung der erstmaligen Reichsstadt Regensburg in das Königreich Bayern. Demnach zeigen das vordere und das hintere Feld den Pfälzer Löwen und die bayerischen Rauten, während in der geschweiften Spitze anstelle des im Siegel der oberpfälzer Landstände aufgelegtem Reichsapfel, Zeichen der Kurwürde des Landesfürsten als Erztruchseß, die schräg gekreuzten silbernen Schlüssel auf rotem Grund des Wappens der Stadt Regensburg eingesetzt sind. Insgesamt wird dadurch auch der ursprünglichen Bezeichnung des Regierungsbezirkes "Oberpfalz und Regensburg" Rechnung getragen. "Gespalten durch eine aufsteigende und eingeschweifte rote Spitze, darin zwei schräg gekreuzte silberne Schlüssel: vorne in schwarz ein linksgewendeter rot bewehrter und rot gekrönter goldener Löwe, hinten die bayerischen Rauten. "Wappen seit 1960 (ME v. 25.8.1960)

Woher kommt der Name "Oberpfalz"?

Die Oberpfalz Das flächenmäßig größte Herrschaftsgebiet, das in den Regierungsbezirk Oberpfalz Eingang gefunden hat, ist das wittelsbachische Territorium der Oberen Pfalz. Es stand seit seiner Grundlegung durch den Hausvertrag von Pavia (1329) unter der Botmäßigkeit der Kurfürsten von der Pfalz, die in Heidelberg residierten. Mit dem Herrschaftsübergang an Maximilian I. von Bayern 1628 wurde das Oberpfälzer Fürstentum bayerisch. Die Heidelberger Kurfürsten nannten ihr Herrschaftsgebiet zwischen Donau und Fichtelgebirge zunächst "das Land der Pfalz zu Bayern". Da es geographisch höher lag als die Pfalzgrafschaft am Rhein, bürgerte sich seit dem 16. Jahrhundert die Bezeichnung "Obere Pfalz", später "Oberpfalz" ein, die schließlich auch dem Regierungsbezirk seinen Namen gegeben hat.

1764 erfuhr das Zollsystem im Kurfürstentum Bayern eine erste einheitliche Regelung. Fünf Jahre später wurde sie auch auf das Fürstentum der Oberen Pfalz und die Landgrafschaft Leuchtenberg ausgedehnt. Regensburg, heute Sitz der Bezirksregierung, war aus damaliger oberpfälzischer Sicht "Ausland". Der Transitverkehr durch die Oberpfalz vor allem in west-östlicher Richtung war bedeutend. Die Einnahmen aus den Mautgefällen machten deshalb einen erheblichen Anteil an den staatlichen Einnahmen aus.

Der oberpfälzer Dialekt

Löijchmail HeangbiaschdauanWissen Sie, was ein Löijchbeidl, Heangbiaschdauan oder ein Schenklbressa ist? "Oberpfälzisch ist gar nicht so schwer! Beherrscht man den "Grundwortschatz" und ein paar grammatikalische Eigenheiten, so ist man bestens für das Leben in einer der schönsten Regionen Deutschlands gerüstet".

Kennzeichen "ou"
Die Oberpfalz gehört zur bairischen Dialektgruppe und gliedert sich in mehrere Sprachräume. Typisch für den nordoberpfälzischen Raum ist der berühmt-berüchtigte "ou"-Laut: Den "guten Bub" lobt man dort als "gouden Bou". Südlich davon schließen sich die Nabburger, Amberger und Chamer Sprachräume an, die durch mittelbairische Elemente gekennzeichnet sind. Bereits ins Ostfränkische hinein spielen die Sprachräume Sulzbach-Rosenberg und Neumarkt. Je weiter im Süden man sich in der Oberpfalz befindet, desto mehr verliert sich der "ou"-Laut. Die Mutter wird nicht mehr "Mouda" gerufen, sondern "Muatta". Diskutieren Sie mit im Dialektforum bei Dialektatlas. Wir suchen Deine Mundart, Deinen Dialekt!

Hier einige Dialekt Wörtern:
*Uafm = Ofen - *Schnoua = Schnur - *Houa = Haar - *Moa = Mann
*Soefm = Seife - *Khou = Kuh - *Bloud = Blut - *Bou = Bub

Urlaub in der Oberpfalz

Touristisch wird die Oberpfalz unterteilt und beworben unter

Kirwa - Kirchweih

Was in anderen Gegenden als "Kirchweih" gefeiert wird, heißt in der Oberpfalz "Kirwa". Wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei um das ursprünglich religiöse Fest anlässlich der Einweihung einer christlichen Kirche.

Die Kirwa ist eine der am Besten erhaltenen und gepflegten Traditionsveranstaltungen in der Oberpfalz. Gefeiert wird immer drei Tage und drei Nächte lang, und das für ein ursprünglich kirchlich entstandenes Fest äußerst intensiv. Zu den Höhepunkten jeder Kirwa gehört das Aufstellen des Kirwabaums auf dem Dorfplatz, so wie das Tanzen der "Kirwamoidl" und "Kirwaboum", also der Mädchen und Buben, drumherum. Nicht fehlen dürfen die "Kirwaköijchl". Ebenso obligatorisch wie das laute Feiern und Tanzen ist der Kirchgang am Kirwa-Sonntagvormittag, unabhängig davon, wie lange und feuchtfröhlich in der Nacht vorher gefeiert wurde.

Quelle: Wappen/Name www.oberpfalz.de
nach oben